Am Samstagabend, den 17. Jänner, besuchte die 4BHIF (Organisation und Begleitung: Mag. Monika Dickinger-Neuwirth) in den Kammerspielen des Landestheaters Linz die Aufführung des Stücks „Kabale und Liebe“. Ein Stück über die leidenschaftliche Liebe zwischen Luise, einer bürgerlichen Musikertochter, und Ferdinand, einem Adeligen. Die Beziehung erweist sich jedoch aufgrund der Standesunterschiede als unmöglich.
Die Inszenierung, Ausdruck und Bewegung der Figuren wirkten äußerst übertrieben, erschien unnatürlich und irritierte so manchen von uns. Es sollte der Eindruck entstehen, dass die Figuren wie Marionetten geführt wurden. (Als Theaterlaien konnten wir dies jedoch erst im Nachhinein deuten.)
Das Bühnenbild umfasste lediglich neun Sessel, welche in einer Reihe aufgestellt waren, umringt von einer Art Laufsteg. Auch dies hatte, wie so vieles im Theater, einen Hintergedanken. Durch dieses einfache, zeitlose Bühnenbild wurde die Handlung nicht in einer bestimmten Epoche angesiedelt beziehungsweise an einen bestimmten Schauplatz verlegt. Uns wurde damit mehr als 250 Jahre nach der Uraufführung dieses Stücks die Aktualität des Werks verdeutlicht.
Ein Tipp: Aufgrund des unmittelbaren Einstiegs ist es empfehlenswert, das Stück vorher gelesen zu haben, man kann so der Handlung deutlich besser folgen.

(Philipp Hofer, 4BHIF)